Samsung stellt Laptop-Verkauf in Deutschland ein

5 Şubat 2018
Samsung stellt Laptop-Verkauf in Deutschland ein

Erst Sony, jetzt Samsung: Der koreanische Konzern zieht sich in Europa aus dem Notebook-Geschäft zurück. Der Absatz mit den Rechnern schwächelt, gefragt sind längst andere Gadgets.

Schwalbach – Der koreanische Konzern Samsung wird den Verkauf von Notebooks in Deutschland einstellen. Man passe sich damit an “aktuelle Marktbedürfnisse und Anforderungen” an, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Laptops sind also einfach nicht mehr so sehr gefragt.

Samsungs Entscheidung betreffe neben mobilen Computern mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows auch die Chromebooks mit Googles Chrome-Software. Samsung werde sich in ganz Europa aus dem Notebook-Geschäft zurückziehen, hatte zuvor die Website “PC Advisor” unter Berufung auf einen Firmensprecher berichtet.

Das PC-Geschäft war in den vergangenen Jahren massiv unter Druck geraten. Auslöser war der Erfolg von Smartphones und Tablets. Im vergangenen Jahr schrumpfte der weltweite PC-Absatz um rund zehn Prozent. Sony hat aus dieser Entwicklung bereits zu Beginn des Jahres Konsequenzen gezogen und seine Computermarke Vaio verkauft.

Zuletzt gab es allerdings in der Laptop-Sparte eine deutliche Erholung, auch nachdem Microsoft die Unterstützung seines alten Betriebssystems Windows XP einstellte. Einige Anbieter wie Lenovo, Hewlett-Packard oder Acer profitierten davon in Europa aber stärker als andere.

Samsung hatte auf der Ifa in Berlin auch längst mit ganz anderen Gadgets von sich reden gemacht: Neben einer Smartwatch, die bereits wenige Tage vor der Messe enthüllt worden war, zeigte das Unternehmen unter anderem eine Virtual-Reality-Brille und ein Handy mit einem abgeknickten Bildschirm – das bei den Besuchern auf großes Interesse stieß.

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